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IoT: Was ist das Internet of Things?

IOT Internet of Things

Stellen Sie sich vor, Sie kommen abends nach Hause. Schon an der Straßenecke meldet Ihr Handy den Geräten in Ihrer Wohnung, dass Sie im Anmarsch sind - und wenn Sie die Tür aufschließen, sind bereits die Lampen an, das Radio spielt Ihr Lieblingslied und in der Küche wartet ein frisch gebrühter Tee auf Sie. Das Internet of Things macht Szenarien wie dieses möglich.

Im Alltag hält die neue Technologie schon seit einigen Jahren in Form von Smart Homes Einzug in deutsche Haushalte. Doch auch für Unternehmen ergeben sich zahlreiche neue Möglichkeiten und Chancen. Wir geben Ihnen einen Einblick, wohin die digitale Transformation führt.

Inhaltsverzeichnis


Was ist das Internet of Things? Eine Definition

Internet of Things - kurz IoT - bedeutet auf Deutsch “Internet der Dinge”. Gemeint ist damit, dass physische Objekte über das Internet miteinander verbunden werden und kontinuierlich Daten austauschen. Die Basis für das System sind künstliche Intelligenz und Machine Learning. Die verbunden Geräte lernen ständig dazu, können sich selbst überwachen und Prozesse optimieren.


Internet of Things: Beispiele aus dem wahren Leben

Das Internet der Dinge ist schon in verschiedensten Anwendungsbereichen zu beobachten:

  • In sogenannten Smart Homes verbinden sich Alltagsgegenstände untereinander, um die Besitzerinnen und Besitzer zu unterstützen. Vom Thermostat, das kaputte Teile selbstständig an die Wartungsfirma meldet bis zum Kühlschrank, der fehlende Produkte nachbestellt: Intelligente Geräte sind im Kommen. Oft gibt es in Smart Homes zudem digitale Assistenten wie Amazons Alexa oder Google Nest, über die Haushaltsgeräte verbunden, überwacht und gesteuert werden können.

  • IoT-Geräte wie Smartphones und Wearables begleiten Menschen auf Schritt und Tritt. Smartwatches können zum Beispiel Schritte zählen oder das Wetter anzeigen. Fitnesstracker messen den Puls, aufgenommene und verbrauchte Kalorien oder die Schlafenszeiten. Auf diesem Weg werden die Trägerinnen und Träger darin unterstützt, gesünder zu leben.

  • Immer mehr Städte arbeiten daran, zur Smart City zu werden. Das Ziel ist, den Menschen den Alltag zu erleichtern, Prozesse zu optimieren und wertvolle Ressourcen zu sparen. Dazu sollen perspektivisch zum Beispiel öffentliche Verkehrsmittel, Connected Cars, Kommunikationskanäle, Energieversorgungsanlagen, Wasserwerke und weitere Einrichtungen von gesellschaftlicher Relevanz über das Internet verzahnt werden.

  • In Unternehmen werden Produktions- und Transportsysteme zunehmend an das Internet der Dinge angeschlossen. Maschinen melden zum Beispiel, welche Rohstoffe ihnen demnächst ausgehen und werden automatisch mit Nachschub versorgt. Das IoT ist dadurch ein wichtiger Baustein der Industrie 4.0.


Was bedeutet Industrie 4.0?

Nach der Mechanisierung der Wirtschaft, der Einführung der Massenproduktion und der Automatisierung stehen wir derzeit vor der vierten industriellen Revolution, die die Arbeit von Unternehmen grundlegend umkrempeln wird.

Bei dem Begriff Industrie 4.0 geht es um eine intelligente Konnektivität zwischen Maschinen in der Industrie auf der einen Seite, aber auch um die Verzahnung und Optimierung von Abläufen. Dazu kommt moderne Informations- und Kommunikationstechnologie mit künstlicher Intelligenz zum Einsatz. Oder anders gesprochen: Das Internet of Things.

Durch die Industrie 4.0 soll die Wirtschaft in allen Bereichen produktiver, effizienter und ressourcensparender werden: Von der Produktentwicklung über die Produktion und Logistik bis hin zum Vertrieb, Kundenmanagement und Service.


IoT in a Nutshell: Das bedeutet das Internet der Dinge für Unternehmen

Das Internet ist aus dem Leben der Konsumentinnen und Konsumenten nicht mehr wegzudenken. Weltweit sind 4,66 Milliarden Menschen online. Allein in Deutschland waren es im Januar 2021 fast 79 Millionen. Die meisten nutzen zum Surfen ihr Smartphone und immer mehr greifen auf IoT-Anwendungen zurück.

An diesen Trends lässt sich erkennen, dass viele Menschen eine steigende Vernetzung nicht nur unterstützen, sondern sogar erwarten. Smartphones beispielsweise werden schon lange nicht mehr nur für Anrufe genutzt.

Unternehmen können daraus Produktideen entwickeln oder ganz neue Geschäftsmodelle erschließen. Wer hätte vor zehn Jahren zum Beispiel schon an Staubsaugerroboter gedacht, die von unterwegs aus bequem über das Smartphone aktiviert werden können? Heute wird damit viel Geld verdient.

Darüber hinaus können Unternehmen durch das Internet der Dinge ihre Lieferketten optimieren. Auch die vorausschauende Wartung von Geräten, die über IoT-Sensoren automatisch den Verschleiß ihrer Teilen erkennen und melden, kann zu einem großen Vorteil werden. Im besten Fall kommt es zu weniger Produktionsausfällen aufgrund defekter Maschinen und Kosten können gespart werden.

Das vielleicht stärkste Argument für das Industrial IoT: Durch die neuen Technologien können Kundinnen und Kunden noch viel enger in alle Prozesse eingebunden werden. Die intelligenten Geräte übermitteln große Datenmengen über sie, ihr Nutzungsverhalten und ihre Bedürfnisse, die für Produktentwicklung, Vertrieb, Marketing und Kundensupport äußerst wertvoll sind.

IoT-Lösungen tragen deshalb letztlich dazu bei, dass Unternehmen ihre Kundschaft noch besser kennenlernen, individueller auf sie eingehen können und dadurch die Kundenbeziehung und -bindung verbessern.


Herausforderungen für das Internet der Dinge

Bei allen Vorteilen der Konnektivität gibt es auch einige Herausforderungen zu bewältigen. Der Stromverbrauch von vernetzten Geräten ist oft beachtlich und muss in Zukunft so umweltschonend wie möglich gedeckt werden.

Damit das Internet der Dinge funktionieren kann, müssen außerdem riesige Datenmengen erhoben, analysiert, ausgewertet und in sinnvolle Handlungen übersetzt werden. Für die Herausforderung Big Data braucht es eigene spezialisierte Programme und weitere Forschung in Hinblick auf künstliche Intelligenz.

Nicht zuletzt spielt auch der Bereich Cybersecurity eine Rolle. Daten sind wertvoll und müssen geschützt werden. Wer das IoT nutzen möchte, sollte sich daher dringend mit Firewalls und anderen Schutzmaßnahmen auseinandersetzen.


Fazit: IoT kann sowohl das B2C- als auch das B2B-Geschäft massiv verändern

Das Internet der Dinge breitet sich immer mehr aus und doch steckt es noch in den Kinderschuhen. Bis wir in reibungslos verzahnten Smart Cities leben, werden sicher noch einige Jahre ins Land gehen. Der enorme Einfluss der IoT-Technologie auf den B2B- wie auch den B2C-Bereich lässt sich jedoch bereits erahnen.

Durch das Internet of Things werden Unternehmen das Kundenerlebnis auf ein ganz neues Level heben können. Dank der Sensordaten werden Unternehmen nicht nur Informationen zu Produktions- und Lieferketten vorliegen, sondern auch zur genauen Nutzung ihrer Produkte. Dadurch lassen sich Produkte gezielt verbessern. In vielen Fällen könnte es sogar möglich werden, selbst physische Produkte individuell an einzelne Kunden anzupassen. Für den Vertrieb wäre das ein Gewinn.

B2C können sich Kunden Produkte sofort nach ihren Wünschen zusammenstellen. Intelligente Geräte können sie dann selbst in kleinen Stückzahlen kostengünstig herstellen.

B2B können Daten nicht nur von Entscheidern, sondern von allen Mitarbeitenden unkompliziert erhoben und ausgewertet werden. Dadurch wird ein intensiverer Support möglich. Auch Geräte, die ihren Verschleiß und die Art ihrer Nutzung automatisiert überwachen und daraus lernen, können zu einer verbesserten Kundenbetreuung beitragen.

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