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Mitarbeiterführung: Ziele, Fehler, Tipps und Methoden

Nett sein alleine reicht nicht. Zu viel oder zu wenig Kontrolle, mangelnde Wertschätzung oder Wegschauen bei Problemen: unter einem unfähigen Vorgesetzten haben schon viele Arbeitnehmer gearbeitet. Das Thema Mitarbeiterführung ist ein Evergreen.

In diesem Artikel erfahren Sie, was genau Mitarbeiterführung heißt und was eine gute oder auch schlechte Führungsperson auszeichnet.


Was bedeutet Mitarbeiterführung?

Mitarbeiterführung bedeutet die Einflussnahmen auf Mitarbeitende durch eine im Unternehmen höher gestellte Führungsperson in eine gewünschte Richtung. Ziele der Mitarbeiterführung sind eine Verbesserung der Produktivität, ein gutes Betriebsklima, Mitarbeitermotivation und -loyalität sowie die Förderung von Mitarbeitenden entsprechend ihren Präferenzen und Kompetenzen.


Mitarbeiterführung: Definition und Relevanz

Mitarbeiterführung wird definiert als die Beeinflussung und Steuerung von Mitarbeitenden und Teams auf ein gesetztes, gemeinsames Ziel hin. Eine vom Unternehmen legitimierte Führungsperson übt ihren Führungseinfluss im Optimalfall situativ und auf das Arbeitsumfeld hin angepasst aus.

Neben dem unternehmerischen und fachlichen Know-How sind ausgeprägte soziale Kompetenzen und Kommunikationsfertigkeiten, sogenannte Soft Skills, für die erfolgreiche Mitarbeiterführung wichtige Eigenschaften.


Schlechte Mitarbeiterführung: Die häufigsten Fehler (+Tipps)

Haben Sie auch schon einmal unter einem Chef gearbeitet, der in dieser Position eigentlich so gar nichts zu suchen hatte? Vermutlich geht es den meisten Menschen so. Bestimmte Fehler kommen bei der Mitarbeiterführung besonders häufig vor:

  1. Mikromanagement ist äußerst unbeliebt. Es meint, dass Vorgesetzte sehr stark dem Grundsatz "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser" folgen. Sie möchten immer über alles Bescheid wissen und kontrollieren auch das kleinste Detail. Eigeninitiative der Mitarbeitenden ist nicht gefragt. Ihre Motivation leidet unter der erstickenden Kontrolle der Führungsperson.

    Tipp: Zeigen Sie Ihren Mitarbeitenden Vertrauen und fördern Sie Kreativität und Eigeninitiative.

  2. Konstruktives Feedback, sei es positiv oder negativ, wird immer noch zu selten gegeben. Die meisten Führungspersonen ignorieren gute Leistungen mehr oder weniger, schlechte Leistungen werden mit einer Standpauke bedacht. Tatsächlich wünschen sich laut einer Studie 91 % der Angestellten insgesamt mehr ehrliches und konstruktives Feedback.

    Tipp: Planen Sie regelmäßige Feedbackgespräche ein, auch im Homeoffice.

  3. Übernehmen Sie Verantwortung. Egal ob autoritärer Führungsstil oder eher Laissez-Faire, zu einer erfolgreichen Führung gehört Verantwortungsübernahme. Wenn etwas schiefgelaufen ist, suchen Sie keinen Sündenbock, sondern stehen Sie für Ihre Leute ein.

    Tipp: Finden heraus, wie Sie so etwas in Zukunft vermeiden können. Ihre Mitarbeiter werden Ihnen den Rückhalt danken.

  4. Konflikte am Arbeitsplatz sind etwas ganz Normales. Als Führungsperson sollten Sie die Probleme lösen, nicht ignorieren. Wegschauen ist eine beliebte, aber keine gute Option, denn dann schaukeln sich ungelöste Schwierigkeiten auf und vergiften die Atmosphäre.

    Tipp: Betätigen Sie sich als Vermittler.


Was ist gute Mitarbeiterführung? Ein Blick in die Statistik

Es ist ein weit verbreiteter Irrtum zu glauben, dass jeder, der eine Führungsposition innehat, auch automatisch die Fähigkeit zur Mitarbeiterführung besitzt. Was eine gute Führung ausmacht, ist vor allem die Fähigkeit, konstant gute Leistungen der Mitarbeitenden abzurufen und gleichzeitig deren Jobzufriedenheit zu steigern.

Wie das Münchener Beratungsinstitut Geva in einer oft zitierten Untersuchung betont, gehören die Formulierung klarer Arbeitsaufträge sowie zeitnahe Information der Mitarbeiter neben emotionalen Aspekten wie Glaubwürdigkeit und Loyalität ebenfalls zu einer guten Mitarbeiterführung - und zwar unabhängig von den unterschiedlichen Führungsstilen.


Mitarbeiterführung: Das wünschen sich Mitarbeitende

Gute Führungskräfte bringen laut einer Untersuchung vor allem Soft Skills mit, also soziale und kommunikative Kompetenzen. Diese Eigenschaften kennzeichnen ihr Verhalten:

  • Sie äußern Wertschätzung und geben regelmäßiges, ehrliches Feedback

  • Sie zeigen Interesse am Menschen, nicht nur am Arbeitnehmer

  • Sie übertragen Verantwortung und sorgen für Förderung von Mitarbeitern durch neue Herausforderungen

  • Sie setzen sich für ihre Mitarbeitenden ein und sind vertrauenswürdig

  • Sie vermitteln die Werte des Unternehmens und organisieren Teamevents

  • Sie betreiben eine konstruktive Fehlerkultur

Eine Möglichkeit des Feedbacks zur Führungsqualität sind Mitarbeiterbefragungen. Gut gewählte Fragen geben Ihnen, beispielsweise als Teamleiter, hochwertige Rückmeldungen zu Verbesserungspotenzialen.


Leadership: Persönlichkeit führt

Wie bereits der bekannte Management-Experte und Vordenker Peter Drucker betonte, läuft der Weg zur erfolgreichen Mitarbeiterführung immer stärker über die gelungene Selbstführung. Wie auch in einer wissenschaftlichen Arbeit zum Thema angesprochen wird, sind "interpersonale Begabungen", Selbsterkenntnis und Selbstreflexion in der heutigen Arbeitswelt der Führungskräfte sogar wichtiger als reines Fachwissen. Daraus lässt sich schließen, dass eine zeitgemäße Führung Manager mit ausgereifter Persönlichkeitsentwicklung erfordert, die sowohl ihr Potenzial nutzen als auch effizient mit ihren Gefühlen umgehen können.


Mitarbeiterführung und Entwicklung

Je nach Talent und Einsatzbereitschaft sind einige Mitarbeiter für höhere Positionen wie gemacht. Identifizieren und loben Sie als Führungsperson Ihre Leistungsträger.

Bestimmte Indikatoren weisen darauf hin, dass jemand sich für eine Beförderung eignet: Wenn sich beispielsweise ein Mitarbeiter über längere Zeit durch herausragende Ergebnisse immer wieder hervortut, sollte Sie ihn in die engere Auswahl für eine Beförderung aufnehmen. Auch Mitarbeitende, die im Bedarfsfall bereit sind, kurzfristig noch mehr Leistung zu bringen, zeigen sich als förderfähige Leistungsträger. Nebenbei motivieren sie auch andere Kollegen.

Ob nun eine Deadline einzuhalten oder ein Kunden zufriedenzustellen ist: Auf diese Mitarbeiter können Sie zählen – und das sollte sich auf Sicht für sie auch lohnen.


Mitarbeiterführung: Instrumente und Methoden

Auch wenn Ihr Unternehmen bei der Personalauswahl sehr sorgfältig vorgeht, lässt es sich nicht immer vermeiden, dass auch weniger geeignete Mitarbeitende im Unternehmen zu finden sind. Unabhängig davon, ob sich ein Arbeitnehmer schlecht entwickelt hat oder er von Vornherein nicht die erwarteten Leistungen erbracht hat, ist es dann Zeit, die Situation durch Maßnahmen der Mitarbeiterführung zu verbessern. Dafür können Sie verschiedene Instrumente nutzen:

  • Stellen Sie den Status Quo durch eine Analyse fest. Folgende Fragen können Ihnen helfen, die Situation voll zu erfassen: Welche Gründe haben zu der vorliegenden Situation geführt? Entsprechen die dem Mitarbeitenden übertragenen Aufgaben seinem Erwartungshorizont und seinen Neigungen? Wie verhält sich das Team? Mitarbeitergespräche und Beobachtungen des Umfelds sind hier angebracht.

  • Kommunikation ist das wichtigste Instrument der Mitarbeiterführung. Geben Sie Ihren Mitarbeitern regelmäßig Feedback zu deren Arbeitsergebnissen und Perspektiven. Auch und besonders bei Problemen kann ein souveränes Konfliktmanagement die Mitarbeiterbindung darüber hinaus noch vertiefen. Beteiligen Sie Ihre Mitarbeitenden, wenn möglich, an der Konfliktlösung.

  • Ein guter Chef schaut nicht weg, wenn es Schwierigkeiten gibt. Statt Laissez-Faire walten zu lassen, beweisen Sie Führungskompetenz durch Unterstützung Ihres Teams.

  • Treffen Sie Zielvereinbarungen mit Ihren Mitarbeitenden. So setzen Sie Anreize, geben Ihren Mitarbeitern Freiräume und beweisen Vertrauen.

  • Lob, Anerkennung und Wertschätzung sind noch immer stark unterschätzte Instrumente der Mitarbeiterführung. Wenn Sie Ihre eigenen Mitarbeiter aus Ihrer Führungsposition heraus loben, anstatt die guten Leistungen als selbstverständlich zu sehen, sorgen Sie für Mitarbeitermotivation. Nebenbei beweisen Sie darüber hinaus Sozialkompetenz und arbeiten am eigenen Führungsstil.

  • Setzen Sie erreichbare und klare Zielvorgaben. Wem klar ist, wohin es gehen soll und was sein Beitrag dazu ist, bleibt motiviert. Tipp: Je stärker Sie Ihre Mitarbeiter bei der Zielentwicklung einbeziehen, desto ausgeprägter werden Ziele und Weg von diesen mitgetragen.


Fazit: Gute Führung ist eine bewusste Entscheidung

Die Qualität der Führungskultur hat einen wesentlichen Einfluss auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter. Verlassen werden Unternehmen fast immer wegen schlechter Führung. Soziale und kommunikative Fähigkeiten sind, neben der Fachkompetenz, entscheidend. Nur sehr wenigen Menschen ist die Fähigkeit zur erfolgreichen Mitarbeiterführung quasi angeboren. Für den Unternehmenserfolg und auch die persönliche Zufriedenheit ist es deshalb wichtig, dass Sie als Führungsperson bereit sind, Ihre eigene Arbeit regelmäßig zu hinterfragen und zu verfeinern.

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