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Mehr Wachstum durch Growth Hacking: 7 Beispiele

Inhalt
Growth Hacking: Definition und Aufgaben
Growth Hacking Strategy: Diese Methoden gibt es
Best Practice: Die besten Growth Hacking-Strategien im B2B-Bereich
Weitere Growth-Hacking Beispiele für B2C und B2B
Fazit: Growth Hacks wirken schnell und effektiv

Smarter, schneller, besser: Unternehmen müssen heute vor allem eins im Auge haben, und zwar Wachstum. Damit die Konkurrenz nicht vorbeizieht und die Umsätze im grünen Bereich bleiben, ist eine Marketingstrategie notwendig, die effektiv und effizient wirkt. Das Thema Growth Hacking steht daher für viele Marketing-Manager und -Managerinnen auf der Tagesordnung.

Was es mit Growth Hacking auf sich hat, welche Techniken es gibt und welche Beispiele Sie unbedingt kennen sollten, erfahren Sie hier.

Was ist Growth Hacking?


Growth Hacking ist eine Methode innerhalb des Growth Marketings, mit der versucht wird, Wachstum in bestimmten Kernbereichen zu erzielen. Mithilfe sogenannter Hacks („Taktiken“) sollen Conversions, die Kundengewinnung sowie die Kundenbindung maßgeblich gesteigert werden. Eingesetzt werden dazu vorrangig kostengünstige Instrumente, die ein hohes Maß an Viralität versprechen.


Growth Hacking: Definition und Aufgaben

Growth Hacking setzt sich aus den beiden englischen Worten Growth („Wachstum“) und Hacking („in ein System eindringen“) zusammen. Obwohl der Begriff des Hackings häufig negative Konnotationen hervorruft, geht es bei der Strategie des Growth Hackings um die positive Beeinflussung bestimmter Systeme und sogenannte „Quick Wins”, also schnelle Erfolge.

Innerhalb des Marketings werden dazu kostenschonende Ressourcen aufgewendet, die einen großen Effekt auf die Bekanntheit des Unternehmens und oftmals auch den Abverkauf haben.

Die Growth Hacking-Methoden dienen jedoch nicht nur Marketingzwecken, sondern werden unternehmensübergreifend, also ebenso für Vertrieb, Produktmanagement, Human Ressources oder den Kundenservice eingesetzt.

Da sich die benötigten Mittel auf ein Minimum reduzieren lassen, eignet sich die Marketing-Technik für Konzerne, mittelständische Unternehmen und Start-ups gleichermaßen.

Eingeführt wurde die Methode vom Marketing-Experten Sean Ellis, der ein gleichnamiges Buch veröffentlichte. Die zentralen Aufgaben, die ein Growth Hacker innerhalb einer Organisation übernimmt, sind laut Ellis:

  • Akquisition von Neukunden und Neukundinnen

  • Aktivierung von Interessenten

  • Bindung von bestehender Kundschaft

  • Monetarisierung durch aktive Verkäufe

  • Bekanntheit und Weiterempfehlung der Marke vorantreiben


Growth Hacking Strategy: Diese Methoden gibt es

Growth Hacking-Methoden zeichnen sich vor allem durch eine agile Vorgehensweise aus. Zudem sind sie besonders kundenorientiert.

Damit die Hacks die Customer Journey verbessern, sind folgende Voraussetzungen essenziell:

  • Zielgruppenanalyse: genaue Definition der Buyer Persona

  • Datenerhebung: Tracking der Conversions und weiterer KPIs

  • Product-Market-Fit: der Zielgruppe wird ein Mehrwert geboten

  • Empfehlungssysteme: der Kundschaft werden Anreize für die Weiterempfehlung geboten

  • Personal: motivierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen treiben die Strategie voran

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Doch welche Hacks werden genau eingesetzt? Die Möglichkeiten des Growth Hackings sind vielfältig. Übergeordnet haben sich jedoch vor allem die folgenden Bereiche als mögliche Instrumente fürs Wachstum herauskristallisiert:

  1. Content Marketing

  2. Wow-Effekt

  3. Empfehlungsmarketing

  4. Social Media Marketing

  5. A/B-Tests

  6. Suchmaschinenoptimierung (SEO)

  7. Trigger

  8. Newsletter-Marketing

  9. Influencer Marketing


Best Practice: Die besten Growth Hacking-Strategien im B2B-Bereich

Welche Praktiken Sie innerhalb der verschiedenen Marketing-Disziplinen umsetzen können, um Ihrem B2B-Unternehmen zu Wachstum zu verhelfen, zeigen wir Ihnen in den nachfolgenden, beispielhaften Best Practices.

1. Blog/ Online-Magazin

Ein eigener suchmaschinenoptimierter Blog bietet nicht nur die Chance auf zahlreiche Seitenaufrufe und Conversions, sondern kann darüber hinaus Ihre Position als Thought Leader innerhalb Ihrer Branche stärken. Die Methode ist für B2C- und B2B-Unternehmen gleichermaßen geeignet. So positioniert sich beispielsweise das Magazin von OMT als führendes Medium im Marketingkontext.

2. Content Assets

Ganz gleich ob Whitepaper, Webinar, Tutorials, E-Books oder Case Study: Die Möglichkeiten, Kunden und Kundinnen einen kostenlosen Mehrwert zu bieten und sie somit auf der Customer Journey weiter nach vorne zu begleiten, sind vielfältig. Die Software-Firma Sixtrix setzt E-Books beispielsweise ein, um die Leadgenerierung voranzutreiben und dem eigenen Unternehmen so zu schnellerem Wachstum zu verhelfen.

3. Empfehlungsprogramm

Attraktive Empfehlungsprogramme (auch: Referral Marketing), die Kunden und Kundinnen einen Vorteil nach aktiver Aussprache einer Empfehlung versprechen, sind eine ideale Growth Hacking-Methode. Das erkannte auch Finanzcheck.de und führte den Empfehlungsmanager ein, mit dem Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen offene Stellen ganz leicht per WhatsApp oder Social Media verbreiten können – und bei erfolgreicher Vermittlung eine Pauschale von 2.500 € erhalten. Selbst die heute bekannte Plattform Dropbox hat im Anfangsstadium genau durch ein solches Empfehlungsprogramm den Sprung zu mehr Reichweite geschafft.

4. Partner Marketing

Kooperieren Sie mit anderen Unternehmen – wenn nötig sogar mit Wettbewerbern. Durch die Bündelung von Expertise erzeugen Sie ein größeres Interesse beim Zielpublikum und profitieren zusätzlich von der größeren gemeinsamen Reichweite. Ein Beispiel für die erfolgreiche Umsetzung sind beispielsweise die Praxis-Guides von OMR, wo mehrere Experten gemeinsam ein kostenpflichtiges eBook schreiben und auf OMRs Seiten zur Verfügung stellen.


Weitere Growth-Hacking Beispiele für B2C und B2B

In kürzester Zeit skalieren: Das wollen B2B und B2C-Unternehmen gleichermaßen. Drei weitere Methoden für schnelles Wachstum, die sowohl im Endkunden- als auch im Geschäftskundenbereich funktionieren, finden Sie nachfolgend:

5. Influencer/ Testimonials

Influencer Marketing gilt seit geraumer Zeit als Raketenantrieb zum Ausbau der Reichweite. Das junge Online-Schmucklabel Purelei konnte durch Kooperationen mit großen sowie Micro-Influencern beispielsweise eine Reichweite von nun mehr als 600.000 Followern auf Instagram erzielen.

6. USP

Eine wichtige Growth Hacking-Methode, die zwar viele Unternehmen beherzigen, jedoch nicht genügend vorantreiben, ist die Entwicklung und Kommunikation des Unique Selling Points, also des Alleinstellungsmerkmals. Nur, wer sich vom Wettbewerb abhebt, hat eine Chance zu überleben.

Ein Beispiel: Der wohl größte Unterschied, den Apple zu anderen Hardware-Anbietern aufweist, ist der Fakt, dass Apple ein geschlossenes Softwaresystem besitzt. Die einzigartige User Experience, die daraus entsteht, hebt das Unternehmen von der Konkurrenz ab – ein enormes Alleinstellungsmerkmal.

7. Automatisierung

Automatisierungsprozesse erleichtern nicht nur Unternehmen die Arbeit, sondern teilweise auch Nutzern und Nutzerinnen. Das erkannte auch die populäre Ferienunterkunft-Plattform Airbnb. Denn in den Anfangsphasen war es der Konkurrent Craigslist, auf dem Hosts ihre Unterkünfte anboten. Airbnb implementierte aufgrund dessen eine Funktion, mit der Gastgeber ihre Anzeige von Craigslist mit nur einem Klick zu Airbnb übertragen konnten.


Fazit: Growth Hacks wirken schnell und effektiv

Wachstumsziele hat wohl jedes Unternehmen. Doch wenn Sie schnell und effektiv wirken sollen, sind Growth-Hacking-Methoden gefragt. Die Anwendung der Technik ist vielfältig. Automatisierungen, Influencer Marketing, Empfehlungsprogramme oder Content Assets sind nur einige Beispiele, die zeigen, dass mithilfe bestimmter Taktiken KPIs gezielt gehebelt werden können.

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