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Value Proposition: So kreieren Sie ein Nutzenversprechen mithilfe von Sales Analytics

Stellen Sie sich vor, Sie brauchen ein neues Paar Schuhe. Es stehen Ihnen zwei Optionen zur Verfügung und beide Paare kosten gleich viel und sehen ähnlich aus. Aufgrund welcher Faktoren treffen Sie also Ihre Entscheidung?

Obwohl die Schuhe im Wesentlichen gleich sind, unterscheiden sie sich in einem Punkt: ihrem Nutzenversprechen.

Eines der Paar Schuhe wird damit beworben, dass es lokal und aus 100 % veganem Leder hergestellt wird. Das andere Paar hat ein ergonomisches Design, damit Sie es den ganzen Tag tragen können, ohne Fußschmerzen zu bekommen.

Das Rennen wird natürlich das Paar Schuhe machen, das Ihren gewünschten Werten entspricht.

Doch es geht nicht ausschließlich darum, für Qualität einen höheren Preis zu bezahlen. Es geht auch um den wahrgenommenen Wert. Nach Angaben von Nielsen scheitern mehr als 80 % der Produkteinführungen. Die Ursache für dieses Problem ist entweder auf ein enttäuschendes Produkterlebnis oder ein schlecht kommuniziertes Nutzenversprechenzurückzuführen.

In diesem Artikel erfahren Sie, was ein Nutzenversprechen ist und wie Sie einsfür Ihr Unternehmen kreieren können. Dazu benötigen Sie weder ausgefeilte Tools noch tiefgreifendes Marketingwissen. Greifen Sie einfach auf Ihre vorhandenen Vertriebs- und Analysedaten zurück und verwandeln Sie sie in eine Wertversprechungsmaschine.

Wie das geht, erklären wir Ihnen hier Schritt für Schritt. Legen wir los!


Inhaltsverzeichnis


Nutzenversprechen: Eine Definition

Die Definition eines Nutzenversprechens ist einfach. Es bezeichnet eine Marketing-Technik, die durch die Hervorhebung von einzigartigen Merkmalen, die das Produkt oder die Dienstleistung von anderen unterscheiden, ein Bedürfnis beim Kunden weckt.

Mit anderen Worten: Es ist eine Möglichkeit, den Wert Ihres Produkts in Worte zu fassen und den Kunden zu vermitteln.

Sobald Sie Ihre wichtigsten Werte kennen, können Sie mit der Formulierung Ihres Nutzenversprechens beginnen.

Ein Nutzenversprechen ist mehr als nur ein kurzer Slogan. Es muss ein integraler Bestandteil Ihres gesamten Markenauftritts sein. Ziel ist es, den Endverbrauchern ein einheitliches Erlebnis zu bieten. Aus diesem Grund ist es bei Unternehmen mittlerweile üblich, die Value Proposition im “above the fold”-Bereich der Website zu platzieren.

Auf diese Weise erhält der Kunde einen sofortigen Einblick in das Leistungsangebot Ihrer Marke.

Hier ist ein Beispiel eines Nutzungsversprechens des Lebensmittel-Lieferservice Wyldr Food:

"Natürlich & gesundes Kochen leicht gemacht".

Weitere Benefits folgen direkt unter dem Slogan, der das Nutzenversprechen transportiert.

Diese sind:

  • köstliche Rezepte

  • umweltschonende Verpackungsmaterialien

  • wenig Müll

  • Abo ohne Mindestlaufzeit

Quelle: Screenshot von https://www.wyldr-bio.de/


Dieses Nutzenversprechen eignet sich hervorragend, um mögliche Einwände und erwartete Kundenbedürfnisse anzusprechen, z. B.:

  • “Ich möchte mich gesund ernähren.”

  • “Ich möchte Bio-Lebensmittel essen.”

  • “Das Kochen soll nicht zu aufwändig sein.”

Auch die kommunizierten Benefits zahlen auf die Kundenbedürfnisse ein, z. B.:

  • "Ich möchte Lebensmittel kaufen, ohne Abfall zu produzieren"

  • "Ich benötige diese möglichst schnell geliefert".

  • "Ich achte auf die Kosten und möchte flexibel bleiben"

Das Nutzenversprechen ist unter anderem auch als Unique Selling Point (USP) und Unique Selling Proposition bekannt. Besonders der erste Begriff deutet bereits darauf hin, dass es sich bei diesem Statement um das einzigartige Verkaufsversprechen bzw. Nutzenversprechen eines Unternehmens handelt, welches das eigene Produkt vom Wettbewerb abgrenzen soll. Der USP ist der zentrale Dreh- und Angelpunkt in der Außenkommunikation eines Unternehmens.


Was macht ein gutes Nutzenversprechen aus?

Ein gutes Nutzenversprechen vermittelt den Kunden eine klare Vorstellung davon, warum sie sich für Sie entscheiden sollten.

Obwohl Einfachheit der Schlüssel zum Erfolg ist, sollten Sie der Ausarbeitung des passenden Nutzenversprechens höchste Aufmerksamkeit schenken, denn es kann sich durchaus auf Ihre Vertriebsmetriken auswirken. Wählen Sie nicht die erstbeste Idee, die Ihnen in den Sinn kommt. Hier sind einige Faktoren, die es zu berücksichtigen gilt.

Verkaufen Sie Ihren Produktnutzen

Welches Hauptproblem wird durch Ihr Produkt gelöst? An diesem Punkt müssen Sie Ihr Brainstorming ansetzen. Fragen Sie sich, was Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung auszeichnet und wie Sie dem Kunden diesen Wert auf einfache Weise vermitteln können.

Wenn Sie nicht mehr weiterwissen, verwenden Sie eine Vorlage wie diese:

"Wir lösen [Problem], indem wir [Vorteil] bieten, um [Zielgruppe] zu helfen, [Ziel der Zielgruppe] zu erreichen."

Nutzenversprechen: Beispiele für Ihre Value Proposition

Nehmen wir an, Sie verkaufen Jeans aus Bio-Stoffen, die unter fairen Bedingungen hergestellt und ohne Belastung durch Pestizide oder Schadstoffe hergestellt wurden.

Ihre Problem-/Nutzenaussage könnte lauten:

"Wir bieten Jeans aus Bio-Stoffen, die ohne Einsatz von Pestiziden produziert wurden und frei von Schadstoffen sind und unseren Kunden erlauben, gut auszusehen und gleichzeitig umweltbewusst einzukaufen."

Versetzen Sie sich dann in die Lage Ihrer Kunden. Was will Ihr Zielmarkt? Das könnte der Gedankengang Ihres Kunden sein:

"Ich wünsche mir schicke Jeans aus Stoffen aus pestizidfreiem Anbau, die nicht schadstoffbelastet sind und von einem vertrauenswürdigen Unternehmen stammen."

Der Ausgangspunkt für Ihr Nutzenversprechen könnte dann lauten:
"Wir bieten bequeme Jeans ohne Schadstoffe, die Ihnen das Gefühl vermitteln, _______ zu tragen."

Sie können diesen Satz mit einer Beschreibung, die zu Ihrem Markenangebot passt, abschließen. Sobald Sie Ihr Nutzenversprechen festgelegt haben, verwandeln Sie es in eine Formulierung, die Sie einfach und überall einsetzen können. ARMEDANGELS verwendet zum Beispiel das kurze, aber prägnante Statement: "Denim without the dirty."

Quelle: Facebook-Werbeanzeige von ARMEDANGELS


Heben Sie sich von der Masse der Mitbewerber ab

Sie haben wahrscheinlich eine Handvoll oder sogar mehr Mitbewerber, die Sie auf Trab halten. Wie können Sie sich also von der Masse abheben?

Sie sind im Geschäft, weil Sie ein Geheimrezept für ein Produkt haben, nach dem andere noch suchen. Deshalb ist es an der Zeit, Ihr einzigartiges Angebot in Ihren Marketingtexten hervorzuheben.

Ihr Nutzenversprechen beschreibt nicht nur, warum Verbraucher ein Produkt wie das Ihre kaufen sollten, sondern erklärt auch, warum sie sich für Sie und nicht die Konkurrenz entscheiden sollten.

Wie erstellen Sie also ein Nutzenversprechen, das Sie von Ihren Mitbewerbern abhebt?

Bevor Sie sich an das Verfassen eines solchen Textes machen, sollten Sie einen Schritt zurücktreten. Spricht Ihre Marke eine eindeutige Sprache? Wenn Sie bereits ein Branding-Handbuch haben, großartig! Wenn nicht, ist es an der Zeit, Ihren eigenen Leitfaden zu erstellen. Verwenden Sie für den Anfang ein simples Tool zur Bestimmung der Tonalität und Sprache.

Sobald Sie den Tone of Voice für Ihr Angebot ausgearbeitet haben, listen Sie die wichtigsten Punkte auf, die Ihr Produkt von der Konkurrenz abheben. Idealerweise werden dabei drei Dinge berücksichtigt:

  1. Die Erfahrung, die Sie Ihren Kunden bieten
  2. Die Eigenschaften Ihres Produkts
  3. Die Vorteile, durch die sich Ihr Produkt von anderen unterscheidet

Sobald Sie diese Faktoren bestimmt haben, formulieren Sie möglichst viele Marketing-Statements für Ihr Nutzenversprechen. Vergleichen Sie diese anschließend mit den Nutzenversprechen Ihrer Konkurrenz.

Stechen Sie damit hervor?

Wenn nicht, gehen Sie zurück an den Schreibtisch und überarbeiten Sie Ihre Statements, bis sich die “eine” Aussage herauskristallisiert. Das perfekte Statement passt genau zu Ihrer Marke, hört sich authentisch an und hebt Sie von der Konkurrenz ab – so wie der Slogan"Einmal hin. Alles drin" von Real.

Quelle: Screenshot von https://www.real-markt.de/


Sprechen Sie die Sprache Ihrer Zielgruppe

Die Sprache Ihres Nutzenversprechens vermittelt Ihren Kunden ein klares Bild von Ihrer Marke und Ihren Werten.

Wahrscheinlich erinnern Sie sich noch an den Slogan vom Überraschungsei: “Spannung, Spiel und Schokolade.”

Obwohl dieses Nutzenversprechen aus nur drei Wörtern besteht, vermittelt uns jedes davon einen wichtigen Aspekt bezüglich des Überraschungseis. Zum Beispiel:

  • "Spannung": Das Überraschungsei sorgt für Abwechslung und Aufregung. Es ist nicht langweilig!

  • "Spiel": nach der Spannung des Auspackens folgt weitere Unterhaltung mit einem kleinen Spielzeug.

  • "Schokolade": Eine süße Leckerei wird auch gleich mitgeliefert.

Stellen Sie sich vor, das Überraschungsei würde stattdessen mit dem Slogan “Unterhaltung, Beschäftigung und Süßkram” werben.

Würde das einen anderen Eindruck von der Marke vermitteln?

Die Lehre daraus ist, dass die gewählten Worte ein Bild von Ihrer Marke zeichnen – wählen Sie sie also mit Bedacht.


Die Dinge klar und einprägsam formulieren

Welche dieser beiden Aussagen können Sie sich eher einprägen? "Immer das günstigste Werkzeug" oder "Wir von Mikes Werkzeugladen verkaufen Ihnen stets das günstigste Werkzeug für Ihre Arbeit".

Diese beiden Wertaussagen haben zwar dieselbe Bedeutung, aber die eine besteht aus nur vier Wörtern, die andere aus dreizehn.

Und da die erste Aussage prägnanter ist, erinnern wir uns wahrscheinlich eher an sie, denn unser Kurzzeitgedächtnis kann nur 5 bis 9 Begriffe auf einmal aufnehmen.

Wenn Sie Ihr Nutzenversprechen formulieren, sollten Sie sich auf kurze, prägnante Aussagen beschränken. Das bedeutet, dass Sie Folgendes vermeiden oder einschränken sollten:

  • Adjektive (z. B. lieber "günstiges Werkzeug" als "preiswertes, erschwingliches Werkzeug")

  • Übertreibungen (z. B. lieber "günstiges Werkzeug" als "das billigste Werkzeug der Welt")

  • Negative Formulierungen (z. B. lieber "wir bieten das günstigste Werkzeug" als "kein anderes Geschäft hat bessere Angebote als unseres")

Idealerweise sollte Ihre Aussage so klar formuliert sein, dass sie auch ein Sechstklässler versteht, z. B. "Spiegel-Leser wissen mehr.”

Quelle: Spiegel-Logo inklusive Werbespruch. https://bdkom.de/mitgliedschaf...



Wie können Vertriebsdaten zur Erarbeitung eines Nutzenversprechens genutzt werden?

Marken mit wirkungsvollen Nutzenversprechen bauen diese anhand von Verkaufsdaten auf, denn diese sagen aus, was ihre Kunden zu kaufen bereit sind. Hier sind einige Möglichkeiten zur Entwicklung eines Nutzenversprechens anhand von Vertriebsdaten.

1. Verkaufstrends erkennen und nutzen

Ihre Wahrnehmung Ihrer Marke kann sich stark von der Ihrer Kunden unterscheiden. Sie mögen vielleicht denken, dass Ihre Kunden eine Sache schätzen, aber in Wirklichkeit legen sie Wert auf eine andere.

An dieser Stelle kommen die Verkaufstrends ins Spiel.

Verkaufstrends geben Aufschluss über die Vorlieben des Großteils Ihres Kundenstamms.

Um die wichtigsten Eigenschaften Ihrer Marke zu ermitteln, ordnen Sie Ihre Produkte in eine Rangfolge der meistverkauften und der am schlechtesten verkauften Produkte ein.

Suchen Sie dann nach Gemeinsamkeiten zwischen diesen Produkten. Sie werden vielleicht feststellen, dass sich lokal hergestellte Produkte besser verkaufen oder dass Produkte mit kostenlosem Versand schneller abgesetzt werden.

Sobald eine Liste mit gemeinsamen Eigenschaften, die bei Ihrer Zielgruppe beliebt sind, vorliegt, verfolgen Sie die Performance von Produkten mit diesen Attributen über einen längeren Zeitraum hinweg. So können Sie feststellen, ob die Kunden bestimmte Eigenschaften zyklisch oder ganzjährig bevorzugen.

Bevorzugen Ihre Kunden beispielsweise das ganze Jahr über Produkte in Geschenkboxen oder nur im Dezember?

Anhand dieser Daten können Sie ein Nutzenversprechen erarbeiten, das mit den von Ihren Kunden am meisten geschätzten Eigenschaften im Einklang steht.

2. Die Pain Points Ihrer Kunden erkennen

Pain Points sind spezifische Probleme, die Kunden lösen wollen. Sie reichen von kleinen Unannehmlichkeiten (z. B. "die Lieferung war verspätet") bis hin zu erheblichen Schwierigkeiten (z. B. "das Produkt war von schlechter Qualität").

Die Berücksichtigung der Pain Points Ihrer Kunden ist ein entscheidender Schritt bei der Erarbeitung Ihrer Wertaussage, denn Pain Points sind Probleme, die den Kunden so wichtig sind, dass sie sie zu lösen versuchen. Und je größer der Pain Point für den Kunden ist, desto mehr Wert misst er ihm bei.

Um herauszufinden, worauf Ihre Kunden am meisten Wert legen, sollten Sie Ihre Kundenbeschwerden, Kundenrückmeldungen und negativen Bewertungen durchgehen und dann die gemeinsamen Pain Points im Feedback identifizieren.

Leider können Sie nicht alle Probleme Ihrer Kunden lösen, denn viele liegen schlichtweg außerhalb Ihres Einflussbereichs. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf die Pain Points, die Sie beheben können, und entwickeln Sie dafür eine Lösung.

Passen Sie dann Ihr Nutzenversprechen dementsprechend an.

3. Detaillierte Buyer Personas erstellen

Eine Buyer-Persona ist eine fiktive Verkörperung einer Person, die den demografischen Merkmalen Ihrer Zielgruppe sowie deren Werten, Vorlieben und Kundenverhalten entspricht.

Die Erstellung einer Buyer Persona hilft Ihnen dabei, sich ein Bild davon zu machen, worauf Ihre Kunden besonderen Wert legen. So können Sie die Beweggründe und Interessen der Kunden besser verstehen und Ihr Angebot entsprechend gestalten.

Zur Erstellung einer Buyer Persona werden alle Marktforschungsdaten, die Sie über Ihre Kunden erfasst haben, zusammengetragen und Ihre Kunden anhand von Schlüsselmerkmalen in Gruppen eingeteilt, z. B:

  • Alter

  • Wohnort

  • Land

  • Geschlecht

  • Bildung

  • Einkommen

  • Werte

  • Hobbys

  • Familienstand (d. h. ledig, verheiratet, verheiratet mit Kindern, geschieden usw.)

  • bei B2B: Branche und Unternehmensgröße

Wenn zu einem dieser Merkmale keine Daten vorhanden sind, lassen Sie es einfach weg. Sie benötigen nicht zu jedem Kunden umfangreiche Informationen, weil Sie nur nach allgemeinen Mustern suchen.

Sobald Sie Ihre Zielgruppe demografisch eingeteilt haben, ermitteln Sie die Trends der einzelnen demografischen Gruppen und die Aspekte, auf die sie Wert legen.

So stellen Sie zum Beispiel fest, dass Männer zwischen 30 und 45 Jahren am meisten Wert auf kindersichere Produkte legen oder dass Frauen zwischen 50 und 55 Jahren Produkte mit schneller Lieferung besonders schätzen.

Um diese Informationen zu nutzen, vergleichen Sie sie mit Ihren aktuellen Nutzenversprechen und fragen Sie sich: "Stimmt die Aussage mit dem überein, worauf unsere Kunden Wert legen?"

Falls nicht, nehmen Sie wenn nötig Anpassungen vor.

4. Prognosen nutzen, um zukünftige Trends vorherzusagen

Wenn wir etwas aus der Fidget-Spinner-Phase von 2017 gelernt haben, dann, dass Trends nicht ewig anhalten. Das Gleiche gilt für die Werte Ihrer Kunden, denn die Prioritäten der Menschen ändern sich im Laufe ihres Lebens, genauso wie ihre Hobbys und Aktivitäten.

Um künftige Trends für Ihr Nutzenversprechen zu ermitteln, identifizieren Sie fünf bis sieben potenzielle Optionen (z. B. "kostenloser Versand"), suchen Sie dann Produkte, die zu jedem dieser Trends passen und analysieren Sie die Performance des Trends anhand Ihrer Vertriebsdaten.

Nachdem Sie diese Daten erfasst haben, sortieren Sie Ihre Trends von den erfolgreichsten bis zu den unbeliebtesten, wählen Sie Trends aus, die Sie nutzen können und passen Sie das Nutzenversprechen Ihrer Marke entsprechend an.

Wenn Sie keinen Zugang zu Vertriebsdaten haben, lassen sich die Trends auch durch Marktforschung aufdecken. Anhand von Branchenberichten und Tools wie Google Trends lässt sich der Markt untersuchen – oder lassen Sie einige Ihrer Kunden, die Trends von "am interessantesten" bis "am uninteressantesten" bewerten, um eine Stichprobe zu erhalten.

Die Möglichkeiten zur Beschaffung wertvoller Daten sind unbegrenzt. Wichtig ist, dass Sie daraus nützliche Erkenntnisse für die Umsetzung Ihrer künftigen Strategien gewinnen.


Was muss für ein einzigartiges Marketing-Nutzenversprechen sonst noch beachtet werden?

Wenn Sie ein überzeugendes Nutzenversprechen erarbeiten, gibt es mehr zu beachten als reine Zahlen. Hier sind einige Faktoren, die Sie zusätzlich berücksichtigen müssen.

1. Marktforschung und Wettbewerbsanalyse durchführen

Marktforschung zu Ihren Mitbewerber zeigt Ihnen Marktlücken auf, die Sie zu Ihren Gunsten nutzen können und die bei der Erstellung eines qualitativ besseren Nutzenversprechens äußerst hilfreich sind.

Zur Durchführung einer Marktanalyse über Ihre Konkurrenten bestimmen Sie zwei bis fünf Ihrer engsten Konkurrenten und führen eine SWOT-Analyse ihres beworbenen Nutzenversprechens durch.

Bei der SWOT-Analyse werden Ihre Mitbewerber in vier Kategorien bewertet:

  1. Stärken (Strengths) sind die Vorteile, die Ihr Mitbewerber gegenüber den anderen Anbietern auf dem Markt besitzt.

  2. Schwächen (Weaknesses) sind Bereiche, in denen Ihr Mitbewerber Defizite aufweist.

  3. Chancen (Opportunities) sind Möglichkeiten, die Ihr Mitbewerber zum Wachstum nutzen könnte.

  4. Gefahren (Threats) sind Faktoren, die die Geschäftstätigkeit Ihres Mitbewerbers gefährden.

Anhand dieser SWOT-Analyse werden Faktoren ermittelt, die Sie bei der Vermarktung Ihres Angebots nutzen könnten. Diese werden in Ihr Nutzenangebot integriert, um es wettbewerbsfähiger zu machen.

Haben Sie beispielsweise festgestellt, dass Ihr Mitbewerber einen unzureichenden Kundenservice bietet? In diesem Fall könnten Sie das Nutzenversprechen Ihrer Marke von "tolle Socken zu tollen Preisen" in "Tolle Socken von tollen Menschen, " ändern.

2. Ihr Nutzenversprechen auf verschiedenen Medienkanälen testen

A/B-Tests bieten Ihnen die Möglichkeit, den Erfolg eines neuen Nutzenversprechens mit dem Ihres aktuellen Statements zu vergleichen. Mithilfe von A/B-Tests können Sie die Wirksamkeit Ihres Nutzenversprechens testen und es nötigenfalls optimieren, bevor Sie es vollumfänglich auf Ihrer Website, Ihren Social Media Konten und in Ihr Branding integrieren.

Bei der Durchführung von A/B-Tests veröffentlichen Sie zwei identische Inhalte mit unterschiedlichen Aussagen zum Nutzenversprechen. Sie können dies über Ihre Website, E-Mail-Marketing, Social-Media-Plattformen oder Ihr Produkt-Branding tun.

Anschließend vergleichen Sie die Reaktionen Ihrer Kunden und ermitteln, welche Aussage eine höhere Klickrate, eine höhere Konversionsrate und ein positiveres Feedback auslöste.

Nachdem Sie A/B-Tests mit Ihren Statements durchgeführt haben, wählen Sie die Aussage, die am besten abgeschnitten hat.

3. Ein separates Nutzenversprechen für jede Produktart bzw. Dienstleistung in Betracht ziehen

Wenn Sie eine breite Palette von Produkten und Dienstleistungen anbieten, empfiehlt es sich, eine Reihe von verschiedenen Wertaussagen zu verwenden. Sie können die Aussage "günstigstes Werkzeug" auf Ihr Angebot an Bohrern anwenden, aber nicht auf Ihr Sortiment an Arbeitsschuhen.

Wie können Sie also unterschiedliche Wertaussagen kreieren?

Um stimmige, aber unterschiedliche Wertaussagen zu formulieren, ermitteln Sie gemeinsame Elemente, die jedes Statement betonen sollte (z. B. "Erschwinglichkeit").

Erstellen Sie dann eine Liste der wichtigsten Einzelfaktoren für jede Aussage, entwerfen Sie Musteraussagen und vergleichen Sie sie.

Um die Einheitlichkeit Ihrer Statements sicherzustellen, wählen Sie für alle Aussagen eine ähnliche Struktur, Tonalität und einen ähnlichen Stil.

Ein Baumarkt könnte zum Beispiel "Billiges Werkzeug, zu jeder Zeit" für sein Werkzeugsortiment, "Billige Stiefel, zu jeder Zeit" für sein Schuhsortiment und "BilligeAufbewahrung, zu jeder Zeit" für seine Aufbewahrungsboxen verwenden.

4. Stellen Sie sicher, dass das ganze Unternehmen das Nutzenversprechen versteht

Wenn jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin Ihres Unternehmens eine andere Wahrnehmung Ihres Nutzenversprechens hat und es anders auslegt, erzeugt das bei Ihren Kunden ein widersprüchliches Bild.

Daher müssen Sie sicherstellen, dass jeder die Vision und die Bedeutung hinter Ihrem Nutzenversprechen versteht.

Damit jeder Ihr Statement klar und deutlich versteht, sollten Sie es in Ihren Vertriebsmanagementprozess einbeziehen. Dies können Sie tun, indem Sie:

  • eine Teamsitzung durchführen, um es vorzustellen

  • es in die Einarbeitungsunterlagen für neu eingestellte Mitarbeiter integrieren

  • es in Ihren Branding-Leitfaden aufnehmen

  • es in Ihr CRM-System (Customer Relationship Management) und Ihr Firmenintranet integrieren


Abschließende Gedanken

Ein Nutzenversprechen erzählt eine Geschichte über Ihre Marke und beschreibt, was Sie tun, wofür Sie stehen und wer Sie sind.

Um ein gutes Nutzenversprechen zu erarbeiten, müssen Sie den Nutzen Ihres Produkts verkaufen, sich von den Mitbewerbern abheben, die richtige Sprache wählen und sich klar ausdrücken. Das perfekte Nutzenversprechen lässt sich aus Ihren Verkaufsdaten ableiten und mit Marktforschungsergebnissen und internen Tests vergleichen.

Unterm Strich geht es bei der Erstellung Ihres perfekten Nutzenversprechens darum, eine Aussage zu treffen, die das widerspiegelt, was Sie für Ihre Kunden tun. Wählen Sie sie also mit Bedacht.

Sobald Sie Ihr überzeugendes Nutzenversprechen formuliert haben, benötigen Sie eine führende CRM-Plattform für die Verwaltung Ihrer Vertriebs- und Marketingaktivitäten. Testen Sie Pipedrive 14 Tage lang kostenlos, um zu erfahren, wie wir Ihr Unternehmen beim Wachstum unterstützen können.

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