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Guide: Return on Sales (ROS) berechnen

Return on Sales (ROS) berechnen
Inhalt
Was bedeutet Umsatzrendite?
Return on Sales berechnen: So ermitteln Sie die Umsatzrendite
Return on Sales berechnen: Ein Beispiel
Umsatzrendite: die Formel für Return on Sales
Warum ist die Umsatzrendite eine wichtige Kennzahl?
ROS: Return on Sales gewinnbringend einsetzen
Umsatzrendite versus...
Wie sieht eine gute Umsatzrentabilitäts-Quote (Return on Sales-Ratio) aus?
So informieren Sie die wichtigsten Stakeholder über Ihre Umsatzrendite
Können Sie Ihr Team mit Ihrer Umsatzrendite motivieren?
So nutzen Sie die Umsatzrendite zur Verbesserung Ihres Vertriebsprozesses

Die Umsatzrendite (Return on Sales = ROS) ist eine zuverlässige Kennzahl, wenn Sie die Gesundheit Ihres Vertriebs und des Gesamtunternehmens beurteilen möchten. Der ROS, auch Umsatzrentabilität oder Open Margin genannt, gibt an, wie viel Gewinn ein Unternehmen pro Euro Umsatz erwirtschaftet.

Für Unternehmer, Investoren und Gläubiger ist die Analyse der Umsatzrentabilität nützlich, da sie zeigt, wie viel vom Gesamtumsatz tatsächlich Gewinn ist und wie viel im Gegenzug zur Deckung der Betriebskosten aufgewendet wird. Mit anderen Worten: Die Umsatzrentabilität ist ein Maß für die aktuelle Leistung eines Unternehmens, etwa im Vergleich zu anderen Unternehmen derselben Branche, unabhängig von ihrer Größe.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie die Umsatzrendite berechnet wird und wie Sie sie auf verschiedene Unternehmensaspekte anwenden können.


Was bedeutet Umsatzrendite?

Die Umsatzrendite, auch ROS (Return on Sales) genannt, ist eine der wichtigsten Kennzahlen, um die Funktionsfähigkeit und Qualität Ihrer Budget- und Vertriebsstrategien zu überprüfen. Sie gibt Aufschluss über den allgemeinen wirtschaftlichen Zustand Ihres Unternehmens und zeigt an, wie hoch der Anteil des tatsächlichen Gewinns im Verhältnis zu den operativen Kosten ist.

Im Zuge Ihres Unternehmenswachstums sollten Sie nach und nach eine höhere Umsatzrentabilität anstreben, denn je höher diese Kennzahl ist, desto rentabler ist das Unternehmen.


Return on Sales berechnen: So ermitteln Sie die Umsatzrendite

Die Formel für die Umsatzrendite ergibt sich aus der Division des Betriebsgewinns durch die Nettoumsatzerlöse des betreffenden Zeitraums.

Return on sales ration formula


Return on Sales berechnen: Ein Beispiel

Angenommen, Ihr Unternehmen hat im letzten Quartal einen Umsatz von 600.000 € erzielt und Ausgaben in Höhe von 500.000 € gehabt. Um Ihre Umsatzrentabilität zu berechnen, müssen Sie zunächst Ihre Ausgaben von Ihren Einnahmen abziehen. In diesem Beispiel würde der Gewinn 100.000 € betragen. Diese 100.000 € Gewinn teilen Sie dann durch Ihre Gesamteinnahmen von 600.000 €, was eine Umsatzrendite von 0,17 ergibt. Mit anderen Worten: Sie machen 17 Cent Gewinn pro Euro Umsatz.

Da die Umsatzrendite normalerweise in Prozent ausgedrückt wird, multiplizieren Sie das Ergebnis mit 100 und verwenden diese Zahl als Ihre Umsatzrendite.

In unserem Beispiel beträgt Ihre Umsatzrendite folglich 17 %.


Umsatzrendite: die Formel für Return on Sales

Um die Umsatzrentabilität für Ihren Vertrieb zu berechnen, wenden Sie folgende Formel an:


Return on Sales-Formel

Einnahmen - Ausgaben = Gewinn

600.000 € - 500.000 € = 100.000 €

Gewinn ÷ Umsatz = Umsatzrendite (ROS)

100.000 € ÷ 600.000 € = 0,17

0,17 x 100 = 17 %


Bei der Berechnung der Umsatzrentabilität werden nicht-operative Faktoren wie Finanzierung und Steuern nicht mit einbezogen. So werden beispielsweise Zinsen und Einkommenssteueraufwendungen nicht in die Berechnung der Umsatzrentabilität einbezogen, da sie in diesem Zusammenhang nicht als Betriebsausgaben gelten. Der Ausklammerung dieser Zahlen ermöglicht es dem Management, Investoren und Kreditgebern, das Kerngeschäft des Unternehmens und seine Rentabilität besser einzuschätzen.

Für Einblicke in den Vertrieb und Hilfe bei der Erstellung von anpassbaren Berichten auf der Grundlage Ihrer Umsatzrendite und anderer Finanzkennzahlen empfehlen wir die Pipedrive-Funktion „Berichte und Einblicke“.

Im Folgenden finden Sie weitere Formeln zur Berechnung Ihrer Rendite

ROA berechnen: So ermitteln Sie die Gesamt-Kapitalrendite

Die Gesamtkapitalrendite (ROA) wird berechnet, indem das Nettoeinkommen durch das durchschnittliche Gesamtvermögen dividiert und in Prozent ausgedrückt wird.

ROA (Return on Assets) berechnen: Das ist die Formel zur Ermittlung der Rendite aus dem Gesamtvermögen:

ROA = (Nettoeinkommen / durchschnittliches Gesamtvermögen) x 100


Die Eigenkapitalrendite zeigt, wie effizient ein Unternehmen Gewinne aus seinem Eigenkapital erwirtschaftet.

ROE berechnen: So ermitteln Sie die Eigenkapitalrendite

Die Eigenkapitalrendite (ROE = Return on Equity) wird berechnet, indem der Jahresüberschuss durch das durchschnittliche Eigenkapital dividiert und in Prozent ausgedrückt wird. Die Formel lautet:

ROE = (Jahresüberschuss / durchschnittliches Eigenkapital) x 100


Die Eigenkapitalrendite misst, wie effektiv ein Unternehmen aus den Investitionen der Anteilseigner Gewinne erwirtschaftet.

So ermitteln Sie den Umsatz

Der Umsatz wird berechnet, indem die Menge der verkauften Waren oder Dienstleistungen mit dem jeweiligen Stückpreis multipliziert wird. Die Formel lautet:

Umsatz = Verkaufte Menge × Stückpreis


Mit dieser Formel wird der Gesamterlös berechnet, der mit den in einem bestimmten Zeitraum verkauften Waren oder Dienstleistungen erzielt wurde.


Warum ist die Umsatzrendite eine wichtige Kennzahl?

Die Umsatzrentabilität ist eine zentrale Finanzkennzahl zur Beurteilung der Gesamtleistung eines Unternehmens. Nicht nur Inhaber, sondern auch Kreditgeber und Investoren interessieren sich für die Umsatzrentabilität, weil sie ein genaues Bild von der Fähigkeit eines Unternehmens zur Rückzahlung von Krediten, von seinem Reinvestitionspotenzial und von möglichen Dividendenausschüttungen vermittelt.

Da die Ausgaben und Einnahmen eines Unternehmens im Laufe der Zeit schwanken können, sind selbst höhere Einnahmen nicht immer der beste Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens. Aus diesem Grund konzentrieren sich die meisten Unternehmen auf die Umsatzrendite, die den Nettogewinn in Prozent vom Umsatz zur Messung der jährlichen Leistung zeigt.

Die Bedeutung der Kennzahl „Umsatzrendite" lässt sich anhand des folgenden Beispiels veranschaulichen:

Angenommen, ein Unternehmen erzielt einen Nettoumsatz von 900.000 €, benötigt dafür aber 800.000 € an Ressourcen, während ein anderes Unternehmen denselben Umsatz mit 400.000 € an Ressourcen erzielt.

In diesem Beispiel realisiert das Unternehmen, das seine Kosten besser senken kann, eine höhere Umsatzrendite und ist somit profitabler und attraktiver für potenzielle Investoren.


ROS: Return on Sales gewinnbringend einsetzen

Die Höhe der Umsatzrendite für Ihr Unternehmen können Sie durch mehrere Faktoren positiv beeinflussen:

  • Konkurrenz: Ihre Sales-Reps und Ihr eigenes Unternehmen sind in einem ähnlichen Umfeld tätig wie Ihre Mitbewerber. Ihre Arbeits- und Materialkosten sind vergleichbar. Daher können Sie Ihre Konkurrenten schlagen, wenn Sie eine bessere Umsatzrendite erzielen.

  • Branchen-Benchmarks: Vergleichswerte in Ihrer Branche geben Ihnen einen Anhaltspunkt für die Rentabilität, die Sie erzielen sollten. Wenn die durchschnittliche Umsatzrendite in Ihrer Branche bei 15 % liegt, gilt eine Umsatzrendite von 18 % als relativ gut.

  • Unternehmenstrends. Wenn Ihre Umsatzrendite von Jahr zu Jahr steigt, wird Ihr Unternehmen immer profitabler. Eine Steigerung der Umsatzrendite um 10 % bedeutet, dass Ihr Umsatz wächst und Sie Ihre Ausgaben gut im Griff haben.

Durch die regelmäßige Überprüfung Ihrer Umsatzrendite sind Sie in der Lage, rechtzeitig Anpassungen vorzunehmen, die zur Verbesserung Ihres Unternehmens erforderlich sind:

  • Steigern Sie Ihren Umsatz: Eine der effektivsten Methoden zur Umsatzsteigerung ist in der Regel ganz einfach mehr Absatz. Indem Sie Ihre Bestandskunden durch Verkaufsförderungsmaßnahmen, Empfehlungsschreiben oder Prämien ansprechen, können Sie also höhere Umsätze erzielen.

  • Betriebliche Effizienz: Machen Sie sich technologische Lösungen zunutze, um effizienter arbeiten zu können. CRM-Software (Customer Relationship Management), wie die CRM-Tools von Pipedrive, helfen Ihrem Vertriebsteam, effizienter zu arbeiten. Sie sorgen zum Beispiel dafür, dass Leads und andere Kundenservice-Angelegenheiten nicht durch die Maschen fallen.

  • Senken Sie Ihre Arbeitskosten: Dies kann bedeuten, dass Sie im Vorfeld höhere Investitionen tätigen müssen, um die Kosten zu einem späteren Zeitpunkt senken zu können. Wenn Sie beispielsweise mehr in Vertriebsschulungen investieren, werden Ihre Mitarbeitenden danach mutmaßlich noch effizienter arbeiten. Oder Sie zahlen höhere Gehälter, um die besten und effizientesten Mitarbeitenden anzulocken.

  • Verringern Sie die Materialkosten: Das können Sie erreichen, indem Sie mit Ihren Lieferanten Kontakt aufnehmen und nach Möglichkeiten suchen, niedrigere Preise auszuhandeln, oder indem Sie Ihren Produktionsprozess analysieren, um sicherzustellen, dass kein Material verschwendet wird.

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Umsatzrendite versus...

Die Umsatzrendite wird oft mit anderen Kennzahlen verwechselt, die sich deutlich von ihr unterscheiden. Dennoch können sie zusammen mit der Umsatzrentabilität einen guten Überblick über die finanzielle Leistung Ihres Unternehmens geben.

Umsatzrentabilität vs. Gewinnspanne

In der Buchhaltung und im Finanzwesen werden die Begriffe Umsatzrendite und Gewinnspanne häufig synonym verwendet. Beide werden berechnet, indem der Nettogewinn durch den Umsatz dividiert wird. Der Unterschied besteht darin, dass bei der Umsatzrendite das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) als Zähler (oder oberer Teil der Gleichung) verwendet wird.

Angenommen, Sie bezahlen 8.000 € für Waren und verkaufen diese für 10.000 €. Ihr Gewinn beträgt 2.000 € (das ist Ihr Gewinn nach Zinsen und Steuern). Teilen Sie diese Zahl dann durch die Gesamteinnahmen, um Ihre Gewinnspanne von 0,2 zu erhalten. Multiplizieren Sie ihr Ergebnis anschließend mit 100 und Sie erhalten Ihre prozentuale Gewinnmarge, die bei 20 % liegt.

Aber Vorsicht: Verwechseln Sie nicht das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings before Interest and Taxes, EBIT) mit dem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation, EBITDA).

Obwohl diese Rentabilitätskennzahlen zum Teil synonym verwendet werden, werden beim EBITDA die Kosten für Abschreibungen und Amortisationen nicht vom Nettogewinn abgezogen. Aus diesem Grund sind viele Investoren der Ansicht, dass es sich dabei nicht um ein aussagekräftiges Maß für den operativen Cashflow und die allgemeine Finanzkraft handelt.

Umsatzrendite vs. operative Marge:

Obwohl die Begriffe für Umsatzrendite und operative Marge häufig synonym verwendet werden, sind sie doch verschieden. Der Unterschied zwischen Umsatzrendite und operativer Marge liegt im Zähler (oder oberen Teil der Gleichung), denn die operative Marge verwendet das Betriebsergebnis, während die Umsatzrendite das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verwendet.

Beispiel: Unternehmen A hat einen Umsatz von 150.000 €, Umsatzkosten von 55.000 € und betriebliche Aufwendungen von 50.000 €. Die operative Marge wird wie folgt berechnet:

150.000 € - (55.000 € + 50.000 €) = 45.000 €


Das operative Ergebnis wird dann durch die Gesamteinnahmen dividiert:

Betriebsergebnis ÷ Gesamteinnahmen = Betriebsmarge

45.000 € ÷ 150.000 € = 0,30 € (oder 30 %)


Das bedeutet, dass Unternehmen A für jeden 1,00 € Umsatz nach Abzug der Kosten 0,30 € verdient.

Umsatzrentabilität vs. Eigenkapitalrentabilität:

Im Gegensatz zur Umsatzrendite, die die Effizienz misst, erfasst die Eigenkapitalrendite (ROE) die Rentabilität von Investitionen. Die Eigenkapitalrendite wird berechnet, indem der Nettogewinn durch das Eigenkapital geteilt wird (das durch Abzug der Schulden von den Aktiva des Unternehmens ermittelt wird).

Beispiel: Ein Unternehmen hat ein durchschnittliches Eigenkapital von 300.000 € und einen Nettogewinn (auch Ertrag oder Gewinn genannt) von 100.000 €. Die Eigenkapitalrendite ist 100.000 € •/• 300.000 €, also 0,33 €. Das Unternehmen hat also für jeden investierten Dollar 33 Cent Gewinn gemacht.

ROS: Return on Sales versus Investitionsrendite:

Wie der Name schon sagt, ist die Investitionsrendite (ROI) eine Bewertungskennzahl, mit der die Rendite einer Investition für einen Anteilseigner berechnet wird. Sie wird berechnet, indem der Nettoertrag (net income) mit den Investitionskosten oder der Investitionsgewinn mit der Investitionsbasis verglichen wird. Sie kann auch berechnet werden, indem das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) durch die Gesamtinvestitionen dividiert wird. Im Gegensatz zur Umsatzrentabilität misst diese Kennzahl die Investitionsrendite und nicht die Effizienz.

Die Investitionsrendite (ROI = Return on Investment) lässt sich anhand des folgenden Beispiels veranschaulichen:

Angenommen, ein Investor kauft 1.000 Aktien eines Unternehmens zu 10,00 € pro Aktie. Ein Jahr später verkauft er die Aktien für 12,50 €. Während der einjährigen Haltedauer erhält er 500,00 € an Dividenden. Zusätzlich gibt der Investor 125,00 € für Handelskommissionen für den Kauf und Verkauf der Aktien aus.

So berechnen Sie den ROI:

ROI = ([( 12,50 € - 10,00 €) x 1000,00 € + 500,00 € - 125,00 €)] ÷ (10,00 € x 1000,00)) x 100 = 28,75 %


Umsatzrendite vs. Kurs-Umsatz-Ratio

Das Kurs-Umsatz-Verhältnis ist eine Kennzahl, die beschreibt, wie viel eine Aktie eines Unternehmens dem Unternehmen an Umsatz einbringt. Obwohl das Kurs-Umsatz-Verhältnis auf den Verkaufszahlen (Umsatz) basiert und nicht den Cashflow oder die Gewinne berücksichtigt, ist es ein unschätzbares Instrument zur Bewertung des Aktienkurses und des Marktwertes von relativ neuen Unternehmen, deren Gewinn- und Verlustrechnungen und andere Jahresabschlüsse möglicherweise nicht ihren wahren Wert widerspiegeln.

Um die Marktkapitalisierung eines Unternehmens zu ermitteln, multipliziert man die Anzahl der ausstehenden Aktien mit ihrem aktuellen Marktpreis.

Anzahl der ausstehenden Aktien x Aktienkurs des Unternehmens = Marktkapitalisierung


Wie sieht eine gute Umsatzrentabilitäts-Quote (Return on Sales-Ratio) aus?

Nachdem Sie nun wissen, wie die Umsatzrentabilität berechnet wird, schauen wir uns an, wie eine gute Quote aussieht.

Bei der Analyse der Umsatzrentabilität sollten Sie Folgendes beachten: Je höher der Prozentsatz, desto mehr Gewinn erzielt ein Unternehmen direkt aus dem Vertrieb, im Vergleich zu anderen Einkommensquellen wie etwa Zinsen auf Investitionen.

Darüber hinaus kann die Umsatzrendite für ein Unternehmen aussagekräftiger sein, wenn sie im Hinblick auf die Ermittlung von Trends über einen bestimmten Zeitraum betrachtet wird. Wenn Sie etwa beobachten, dass die Gewinne in einem bestimmten Zeitraum trotz steigender Umsätze zurückgehen, könnte dies darauf hindeuten, dass das Unternehmen weniger rentable Absatzmöglichkeiten nutzt, um zu wachsen. Dies ist jedoch kein positiver Trend und kann das Ergebnis einer Sättigung lukrativerer Märkte oder einer schlechten Managementplanung sein.

Nachfolgend sehen Sie weitere Beispiele dafür, wie eine gute Umsatzrentabilität aussieht und wie sie am besten erreicht werden kann:

  • Restaurant A erzielt einen Jahresumsatz von 1.000.000 €. Der Betriebsgewinn beträgt 200.000 €. Umsatzrendite = 200.000 € ÷ 1.000.000 € = 20 %.

In diesem Beispiel werden 20 % des Umsatzes von Restaurant A in den Betriebsgewinn des Unternehmens umgewandelt. Das bedeutet, dass 80 % des Umsatzes von Restaurant A für den Betrieb des Unternehmens verwendet werden und 20 % Gewinn abwerfen. Wenn der standardisierte Gewinn von Restaurant A über 20 % liegt, müsste Restaurant A seine Ausgaben senken und seine Einnahmen erhöhen, um sein Betriebsergebnis auf Nettobasis zu verbessern.

  • Unternehmen A erzielt einen Betriebsgewinn von 2.000.000 € bei einem Jahresumsatz von 10.000.000 € und damit eine Umsatzrendite von 20 %. Unternehmen B hingegen erzielt im gleichen Zeitraum einen Betriebsgewinn von 200.000 € und einen Umsatz von 500.000 €, so dass die Umsatzrendite 40 % beträgt.

Dieses Beispiel zeigt, dass die Höhe des Gewinns nicht ausschlaggebend für die Effizienz eines Unternehmens ist. Unternehmen B macht mehr Gewinn aus seinem Umsatz, während Unternehmen A, das 20-mal mehr Umsatz macht, einen geringeren Gewinnanteil erzielt.


So informieren Sie die wichtigsten Stakeholder über Ihre Umsatzrendite

Die wichtigsten Interessengruppen eines Unternehmens, wie Investoren, Gläubiger und andere Kreditgeber, verlassen sich auf die Umsatzrendite, um genau zu erfahren, wie viel Prozent des Gewinns ein Unternehmen mit seinem gesamten Umsatz erwirtschaftet. Wenn Sie das Vertrauen der Stakeholder in Ihr Unternehmen gewinnen wollen, sollten Sie sich daher nicht nur auf die Brutto- und Nettogewinnmargen konzentrieren, sondern auch auf einen guten ROS achten.

Aber selbst die beste Umsatzrendite der Welt wird Ihre Stakeholder nicht überzeugen, wenn Sie den ROS und Ihre Financial Statements schlecht kommunizieren. Im Endeffekt geht es darum, den Stakeholdern klarzumachen, warum ihre Investitionen bei Ihnen besser angelegt sind als bei Ihren Wettbewerbern.

Im besten Fall liefern Sie den Stakeholdern eine visuelle Darstellung Ihrer Umsatzrendite und deren Vergleich mit anderen Unternehmen derselben Branche. Zusammen mit Berichten und Diagrammen zu Umsatzprognosen, erhalten sie so alle Informationen, um die Position Ihres Unternehmens und das Wachstumspotenzial für die Zukunft zu erkennen.

Hilfe bei der Erstellung einprägsamer visueller Hilfsmittel (verschiedene Diagramme, wie zum Beispiel Tortendiagramme) und präziser Verkaufsprognosen für die Kommunikation mit Ihren wichtigsten Stakeholdern, erhalten Sie durch die Pipedrive-Funktion „Einblicke und Berichte".


Können Sie Ihr Team mit Ihrer Umsatzrendite motivieren?

Da eine gute Umsatzrendite davon abhängt, wie gut ein Unternehmen seine Ressourcen einsetzt, ist es wichtig, dass Sie Ihre wertvollste Ressource, Ihr Vertriebsteam, motiviert halten.

Obwohl es einfach ist, die Leistung eines Vertriebsteams nur daran zu messen, wie viel Geld es erwirtschaftet, heißt das nicht zwangsläufig, dass sich Ihr Unternehmen in die richtige Richtung bewegt. Realistisch betrachtet, kann es sogar deutlich schwieriger sein, Ihr Team auf die Dauer mit Hilfe monetärer Ziele, also ergebnisorientiert, zu motivieren, weil solche Ergebnisse letztlich außerhalb des Einflussbereichs Ihrer Mitarbeitenden liegen.

Viel motivierender ist es für Ihr Team, sich auf kleinere Ziele zu konzentrieren, die leichter zu erreichen sind und die die Sales-Mitarbeitenden selbst steuern können. Ein Beispiel wäre, eine bestimmte Anzahl von Kunden pro Tag zu kontaktieren. Die Konzentration auf konstante Aktivitäten hat aber noch einen weiteren Vorteil: Anstelle des Wartens auf den potenziellen Verkaufsabschluss, läuft Ihr Vertriebsprozess auch in einer Flaute weiter rund.

So motivieren Sie Ihr Vertriebsteam:

  • Personalisieren: Schauen Sie nicht nur darauf, was Ihre Mitarbeitenden für das Unternehmen tun können, sondern auch darauf, was sie, abgesehen vom Geld, motiviert. Was sind ihre persönlichen Motivatoren? Welche persönlichen und beruflichen Ziele verfolgen sie?

  • Vertrauen aufbauen: Sorgen Sie dafür, dass Ihr Team das Produkt sehr gut kennt. Wenden Sie also ausreichend Zeit für Schulungen auf, statt Ihre Mitarbeitenden direkt zu Abschlüssen zu drängen. Jeder Mitarbeiter sollte seine Mission und Ziele genau verstehen und wissen, wo er im Unternehmen steht und wohin Sie sich gemeinsam entwickeln wollen.

  • Anreize setzen: Egal, ob es um Karriereentwicklung, Prämien oder Anerkennung geht, Sie sollten immer eine Belohnung für Ihre Mitarbeitenden bereithalten. Dadurch motivieren Sie die Vertriebsmitarbeitenden dazu, die Sales Pipeline schnell voranzubringen und Ihre Ziele zu erreichen.

So nutzen Sie die Umsatzrendite zur Verbesserung Ihres Vertriebsprozesses

Die ROS-Kennzahl kann Ihnen auch bei der Verbesserung Ihrer Vertriebsprozesse nützlich sein.

Wenn Sie mit ihr arbeiten, sind Effizienz und Rentabilität die treibenden Faktoren in Ihrem Vertriebsprozess. Letztendlich sollte die Quote einen gut geplanten und effizienten Vertriebszyklus widerspiegeln, der mit weniger Aufwand und Ressourcen mehr Rentabilität erzeugt.

Ein Beispiel zeigt, wie die Berechnung der Umsatzrentabilität zur Verbesserung des Vertriebsprozesses und des Gewinns beitragen kann:

Unternehmen Y erzielt einen Jahresumsatz von 500.000 € und einen Betriebsgewinn vor Steuern und Zinsaufwendungen von 100.000 €. Die Umsatzrendite wird wie folgt berechnet:

20% = 100.000 € ÷ 500.000 €


In unserem Beispiel wandelt Unternehmen Y 20 % seines Umsatzes in Gewinn um und verwendet 80 % des eingenommenen Geldes für den Betrieb des Unternehmens. Wenn Unternehmen Y sein Nettobetriebsergebnis steigern möchte, kann es entweder seine Einnahmen erhöhen oder seine Ausgaben senken.

Wenn es Unternehmen Y gelingt, die Einnahmen beizubehalten und gleichzeitig die Ausgaben zu senken, ist das Unternehmen effizienter und letztlich profitabler. Wenn es jedoch nicht möglich ist, die Ausgaben zu senken, sollten höhere Einnahmen angestrebt werden.

Ein gut durchdachter Vertriebsprozess, in dem festgelegt ist, was Ihr Team dafür tun muss, trägt entscheidend zum Erfolg Ihres Unternehmens bei, indem er die Effizienz und Rentabilität und damit die Umsatzrendite steigert.

Um die Kosten niedrig und die Prozesse effizient zu halten, sollten Sie außerdem nach der für Sie am besten geeigneten Vertriebstechnologie suchen. Das bedeutet nicht, dass Sie so wenig wie möglich für Technologie ausgeben sollten.

Im Gegenteil: Mit den richtigen Automatisierungstools und einem CRM, das Ihr Team gut unterstützt, können Sie den Umsatz mit geringen Kosten steigern und so Ihre Umsatzrendite verbessern.

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